Die Kultur als wichtigen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft, zur Persönlichkeitsbildung und zur Freizeitgestaltung ist zu schätzen und zu fördern. Deshalb umfasst Kultur nicht nur die Künste, sondern Werte und Güter aller Art, die unser Herkommen bezeugen, zum Verständnis der Gegenwart beitragen und so mithelfen, die Zukunft zu gestalten. Zu unterstützten sind daher etablierte Kulturinstitute, die auf ein breites Echo in der Bevölkerung stossen, namentlich das Kunsthaus, das Schauspielhaus und die Tonhalle, sofern die finanziellen Mittel haushälterisch eingesetzt werden. Nicht unterstützt werden aber Subventionen, die jedes kleinste Nischenprojekt mitfinanzieren, und so einen in der Summe teuren und unnötigen Wildwuchs an Klein- und Kleinst-Museen, -Konzerten usw. hervorbringen.

Zur Kultur gehören auch von der Bevölkerung initiierte Festanlässe. Auch diese werden von der SVP unterstützt, zumal sie belegen, dass gerade gelebte Kultur ohne Staatshilfe auskommt. Die SVP setzt sich daher vehement dafür ein, dass solche Anlässe nicht von der städtischen Bürokratie und durch ein restriktives Bewilligungsregime behindert werden. Gerade kleine Anlässe der Quartierkultur (z.B. Räbeliechtliumzug etc.) dürfen nicht durch überzogene Auflagen schikaniert werden.

Kultur ist ein nachrangiges Staatsziel. Solange die Stadt zu wenig Mittel hat, um staatliche Kernaufgaben zu erfüllen, oder wenn namhafte Steuererträge wegbrechen, ist die Subventionierung der Kultur auf ein Minimum zu beschränken.

Die SVP anerkennt schliesslich, dass die Kulturförderung ein Standortfaktor der Stadt ist. Dieser steht jedoch gegenüber anderen Standortfaktoren (Steuerregime, Verkehr, Bewilligungsbürokratie, Sicherheit) nicht im Vordergrund.